In der Bundesrepublik Deutschland vollzieht sich ein beachtlicher Wandel im allgemeinbildenden Schulwesen zur Zweizügigkeit. Da administrative Festlegungen in Schulgesetzen, Verordnungen und Erlassen eher strukturelle und rechtliche Aussagen machen, werden die Pädagogik der neuen Sekundarschulen und eine Lernerdidaktik entwickelt.

Unaufgeregt und eigentlich wenig bemerkt vollzieht sich in der Sekundarstufe I des allgemeinbildenden Schulwesens in den Bundesländern der Bundesrepublik derzeit ein fundamentaler Wandel. Die über viele Jahrzehnte favorisierte Mehrgliedrigkeit (Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Sonderschule) wird Zug um Zug abgelöst durch eine Zweisäuligkeit (Gymnasium und Gesamtschule). Der Föderalismus bringt es mit sich, dass vielfältige Benennungen genutzt werden. Viel wichtiger aber ist, dass der Kerngedanke überall verfolgt wird: Neben dem Gymnasium, das nach wie vor für leistungsstarke Schüler und Schülerinnen sehr attraktiv ist, wird eine Schule eingerichtet, die alle Schüler und Schülerinnen aufnehmen möchte und sie mit einer differenzierenden Pädagogik so fördern will, dass alle Schulabschlüsse erreichbar sind. Sie werden in ihren Varianten dargestellt und analysiert. Die intendierte Pädagogik und Didaktik werden expliziert, um die Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.