Die vorliegende Arbeit geht materialspezifischen Problemstellungen im Bereich der Halbleitermaterialien nach. Bis heute haben organische Leichtdioden (OLED) eine rasante Entwicklung durchlaufen und werden bereits kommerziell in der Displaytechnologie eingesetzt. OLEDs ersetzen aufgrund der flachen und flexiblen Bauweise etablierte Technologien wie z.B. Flüssigkristall-Displays (LCD). Neben hoch effizienten und langzeitstabilen rot und grün phosphoreszierenden Emittermolekülen fällt die Lebensdauer bei blau emittierenden Bauteilen sehr gering aus. Die blaue Lichtkomponente ist für die Erzeugung von Weißlich jedoch unabdingbar.

Untersucht wird in dieser Arbeit die gezielte Manipulation der molekularen Orientierung von Emittermolekülen in einem Guest-Host-System, um die Lichtauskopplung und die Effizienz zukünftiger OLEDs zu steigern. Hierzu wurden im Rahmen dieser Arbeit zwölf homoleptische Iridiumkomplexe synthetisiert und mit unterschiedlichen Hostmaterialien abgeschieden. Die erhaltenen Dünnschichten werden mithilfe von optischen Messverfahren hinsichtlich der molekularen Ausrichtung untersucht.

Die Arbeit liefert Erkenntnisse über die eingesetzten Materialsysteme. Unterstützende Computersimulationen und die optischen Messungen geben Hinweise auf den Orientierungsmechanismus der Emittermoleküle während des Abscheidungsprozesses. Die Ergebnisse werden kritisch betrachtet und mit bereits bekannten Mechanismen aus der Literatur verglichen. Es wird außerdem gezeigt, dass durch gezielte räumliche und chemische Modifikation der homoleptischen Komplexe die molekulare Orientierung gezielt verändert werden kann.