Angaben aus der Verlagsmeldung

Das Quartett : Vier Frauen und die Wiederbelebung der Philosophie / von Clare MacCumhaill, Rachael Wiseman


England im Zweiten Weltkrieg: Auch die Professoren werden zum Pflichtdienst einberufen. Für vier junge Philosophinnen bedeutet das Freiheit: Mac Cumhaill und Wiseman erzählen, wie dieses Quartett eine neue Philosophie entwirft, in deren Zentrum der Mensch als ein "denkendes Tier" steht. Nach dem Krieg gerät diese weibliche Philosophenschule in Vergessenheit. Ihre längst überfällige Wiederentdeckung ist ein engagiertes Plädoyer dafür, die Frauen in der Geschichte der Philosophie zu rehabilitieren.





Wir befinden uns im 20. Jahrhundert. Die ganze Philosophie ist von Männern besetzt. Die ganze Philosophie? Nein! In Oxford finden sich vier unbeugsame Frauen zusammen, die den abstrakten und heroischen Gedanken der männlichen Individualisten eine lebensnahe Philosophie entgegensetzen. Iris Murdoch (1919–1999), später als Schriftstellerin berühmt, die Moralphilosophin Philippa Foot (1920–2010), Mary Midgley (1919–2018), Autorin der ersten Tierethik, und die Wittgenstein-Schülerin Elizabeth Anscombe (1919–2001), von ihrem Lehrer respektvoll "Old Man" genannt, legten in den 1940er-Jahren das Fundament für eine neue Handlungstheorie, die bis heute eine Antwort auf die Frage geben kann, was wir tun und wie wir leben sollen. Mac Cumhaill und Wiseman lassen auf der Grundlage der Erzählungen der hochbetagten Mary Midgley und zahlreicher Briefe, Essays und Entwürfe die Schlüsseljahre der vier Philosophinnen lebendig werden. Ihr atmosphärisch dicht erzähltes Buch liest sich streckenweise wie ein guter britischer Campus-Roman, aber es ist eine wahre Geschichte, die uns herausfordert, endlich über das Geschlecht in der Philosophie nachzudenken.