Angaben aus der Verlagsmeldung

Beihefte zum Euphorion - Beihefte zum Euphorion Gallotropismus – Bestandteile eines Zivilisatiationsmodells und die Formen der Artikulation/Gallotropisme – Les composantes d´un modèle civilisationnel et les formes de ses manifestations - Gallotropismus – Bestandteile eines Zivilisatiationsmodells und die Formen der Artikulation/Gallotropisme – Les composantes d´un modèle civilisationnel et les formes de ses manifestations Gallotropismus – Bestandteile eines Zivilisatiationsmodells und die... / Gallotropismus in der Korrespondenz deutschsprachiger Autoren des 18. Jahrhunderts/Le gallotropisme dans la correspondance français d´auteurs germanophones au XVIIIème siècle Gallotropismus und Zivilisationsmodelle im deutschsprachigen Raum (1660–1789)/Gallotropisme et modèles civilisationnels dans l`espace germanophone (1660–1789) / Band 1: Gallotropismus – Bestandteile eines Zivilisatiationsmodells und die Formen der Artikulation/Gallotropisme – Les composantes d´un modèle civilisationnel et les formes de ses manifestations / Band 3: Gallotropismus in der Korrespondenz deutschsprachiger Autoren des 18. Jahrhunderts/Le gallotropisme dans la correspondance français d´auteurs germanophones au XVIIIème siècle


In Briefen schweizerischer Schriftsteller ist der Gallotropismus vielschichtig: Abhängig von ihrer Heimat und der Sprachkultur ihrer Briefpartner wird er mit Germanotropismus verbunden und von Anglophilie abgelöst. Julie Bondeli, K. V. von Bonstetten und Ch. Bonnet orientierten sich an der französischen Aufklärung, die ihnen auch Maßstäbe für eine republikanische Identität lieferte. A. v. Haller, Samuel Henzi und Samuel König, Angehörige der Berner Oberschicht, akzeptierten die französische Kulturdominanz als Distinktionsmerkmal, tadelten aber höfischen Dünkel und Luxus. J. J. Bodmer blieb auch in Briefen an Frankophone beim Deutschen, das er mit französischen und englischen Floskeln spickte, nährte aber seine politischen Schauspiele mit Ideen Rousseaus, den er und seine Schüler als Schweizer reklamierten. Wielands französische Briefe zeigen, wie beeindruckt er vom Galanterie-Ideal und Kosmopolitismus der Schweiz war. Die deutsch-französische Korrespondenz Schweizer Autoren vermittelt, wie polyglott und kosmopolitisch der Austausch und Wettbewerb der Kulturen im 18. Jahrhundert war.