Es begann alles mit einer Vision – der Vision Karl Schmidts, bezahlbare, aber gut gestaltete Möbel herzustellen. Getragen von der Reformbewegung blickte er weit über das Elbtal hinaus, verstand es, sich national wie international zu vernetzen und agierte als ein genialer Vermarkter seines Unternehmens. Er war geschickt darin, sich die »Design-Stars« der damaligen Zeit nach Dresden zu holen. Es gab Höhen und Tiefen, das Unternehmen überlebte zwei Weltkriege und den realen Sozialismus. Karl Schmidt engagierte sich auch gesellschaftspolitisch. So gründete er die erste deutsche Gartenstadt und war Gründungsmitglied des Deutschen Werkbundes.

Aus dem Inhalt:
Christiane Ernek-van der Goes: Vom Null- zum Sammlungsschwerpunkt. Die Beziehungen der Deutschen Werkstätten mit dem Kunstgewerbemuseum | Klára Nemecková: Internationale Netzwerke von Karl Schmidt | Kerstin Stöver: Dewetex – lichtecht und farbenfroh. Textiles aus den Deutschen Werkstätten Hellerau | Klára Nemecková, Kerstin Stöver: Künstlertapeten für die Deutschen Werkstätten von Erismann & Cie. | Konstantin Kleinichen: Die Ausstattungen von Hochseeschiffen durch die Deutschen Werkstätten 1903–1953 | Franziska Graßl: Else Meißner und Karl Schmidt. Theorie und Praxis der »Typenfrage« | Walter Scheiffele: Die Deutschen Werkstätten – Reform und Avantgarde im Möbelbau