Angaben aus der Verlagsmeldung

Fichards Liederbuch



1815 druckte der Historiker Johannes C. von Fichard, genannt Baur von Eyseneck, (1773–1829) ein Liederbuch, das sich in seinem Besitz befand, weitgehend ab. Bereits 1812 hatte er einen Nachtrag zu diesem Liederbuch – drei Lieder zur Schlacht von Seckenheim 1462 – in seinem Frankfurtischen Archiv für ältere deutsche Literatur und Geschichte publiziert. Das Liederbuch verbrannte 1944 im Frankfurter Stadtarchiv, der Abdruck von 1815 muss deshalb für das Original gelten. Einige lateinische parodistische Texte lassen darauf schließen, dass der Schreiber Latein konnte. Außerdem hat er sich für historische Lieder, Farbensymbolik, Rondeaux und die spezielle Form der 'Virelais-Balladen' interessiert. Der Hauptinhalt des Liederbuchs sind aber Lieder, wie sie in Liederbüchern der Zeit häufig sind. Burghart Wachinger macht mit diesem Band den Abdruck Fichards einer breiten Öffentlichkeit zugänglich, erläutert die Texte sachlich und sprachlich und weist weitere Überlieferungen nach.