Sie beherrsche die Welt, sagt sie, man brauche sich nur umzusehen! Und sie sei überall – an den Universitäten, bei den Geistlichen, den Gebildeten, den Herrschenden wie bei den Untertanen: die Torheit. Die Lobrede auf die Torheit, gehalten von der personifizierten Torheit selbst, landete damals, mitten in der turbulenten Reformationszeit des 16. Jh.s, auf dem Index der verbotenen Bücher. Zu scharf war die Kritik an allen Ständen, die Erasmus von Rotterdam in diesem Text untergebracht hatte. Zugleich aber ist diese Kritik zeitlos: Die bitterböse und gleichwohl amüsante Rede wirkt beunruhigend aktuell.
Durchgesehene Übersetzung mit ausführlicherem Anmerkungsteil, neuer Bibliographie und neuem Nachwort.