Angaben aus der Verlagsmeldung

„Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde“ : Theodor Fontanes zunehmende Differenzierung der Bibel in seinem Romanwerk; Mit einem Register der in den Novellen und Romanen / von Friedmar Coppoletta


In der vorliegenden Arbeit wird die Funktion verschiedener Bibelbezüge

im Romanwerk Theodor Fontanes untersucht. Dabei wird die These

vertreten, dass Fontanes Verweise auf biblische Texte nicht etwa bloß

als theologische Positionierungen zu lesen seien, sondern dass er die

Bibel als Speicher an kulturellem Wissen in Form von Narrativen,

Personen, Geflügelten Worten etc. begreift, den er in seiner Leserschaft

voraussetzen kann und durch den er Themen wie Normativität und

Diskursivität mit einer besonderen Tiefe in der Spannung von Text und

Prätext verhandeln kann. Im Zentrum der Untersuchung stehen dabei

Verwendungen von Bibelbezügen als hochkommunikative Diskursschablonen

für poetologische Selbstreflexionen sowie für politische oder

frömmigkeits-praktische Kontroversen.