Angaben aus der Verlagsmeldung

Der Königsplatz in München : Ein deutscher Ort / von Peter Köpf


Vom 2. August 1935 an nannte sich München »Hauptstadt der Bewegung«. Drei Monate später war der Königsplatz von den Nationalsozialisten »nach dem Wunsch und Willen des Führers in eine Weihe- und Versammlungsstätte des von ihm geeinten deutschen Volkes« verwandelt. Hier befanden sich das »Braune Haus«, der Reichshauptsitz der NSDAP, der »Führerbau« und die »Parteikanzlei«. Hinzu kamen zwei »Ehrentempel«, und für Hitler war ein Mausoleum vorgesehen.
Doch schon seit seiner Entstehung war der Königsplatz ein politischer Ort. König Ludwig I. hatte ihn »voll teutschen Sinn's« als Gegenentwurf zu Frankreichs Architektur konzipiert. Später verwandelte man ihn in einen Aufmarschplatz, erst 1988 erhielt er seine alte Begrünung wieder. Nach 1945 taten sich die Stadtoberen schwer, einen angemessenen Umgang mit dieser Stätte zu finden. In jüngster Zeit ist er zu einem beliebten Ort für kulturelle Veranstaltungen geworden.
Peter Köpf erzählt die Geschichte dieses klassizistischen Ensembles von seiner Entstehung bis in die Gegenwart. Anhand von Archivalien, seltenen historischen Fotos und Zeitzeugenberichten zeigt er, was der Königsplatz immer war: ein sehr deutscher Ort mitten im bayerischen München.