Angaben aus der Verlagsmeldung

Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit bei BMW / von Constanze Werner


BMW stellt sich seiner Vergangenheit: ein Konzern im Spannungsverhältnis von unternehmerischer Interessenwahrnehmung, politischer Anpassung und Verstrickung in die verbrecherische Vernichtungspolitik des NS-Regimes.

Die Bayerischen Motorenwerke waren eines der wichtigsten Unternehmen in der nationalsozialistischen Rüstungs- und Kriegswirtschaft. Als Reaktion auf die forcierte Aufrüstung ab 1936 wurde der zuvor diversifizierte Konzern fast völlig auf die Produktion von Flugzeugmotoren umgestellt. Die Geschichte des BMW-Konzerns in der NS-Zeit ist die Geschichte eines zunehmenden Verstrickungsprozesses mit dem NS-Regime und seiner Verbrechen, an dessen Ende der gezielte Einsatz von Zwangsarbeiter(inne)n und KZ-Häftlingen stand. Und es ist die Geschichte einer Deformation des Unternehmens, die sich nicht nur auf die Organisation, Produktion und die Unternehmensfunktionen erstreckte, sondern die auch die im Unternehmen angestellten Menschen, insbesondere die führenden Manager, erfasste.
Vier ausführliche Zeitzeugeninterviews mit ehemaligen Zwangsarbeiter(inne)n erhellen die Dramatik dieser Jahre auf ganz persönliche Weise.