Mit dem Iwein, entstanden um 1200, erfährt der deutsche Artusroman eine hohe Stufe der inhaltlichen und stilistischen Ausgestaltung. Der spannende Roman wird für alle späteren Verfasser deutscher Artusromane zum Vorbild.
Iwein, ein herausragender Ritter der Tafelrunde des Königs Artus, schlägt sich tapfer von Abenteuer zu Abenteuer, um für einen bitteren Fehler zu büßen: Für ein Jahr mit seinem Freund Gawein auf Aventiure reitend, versäumt er es, rechtzeitig zu seiner Ehefrau zurückzukehren. Er wird von ihr verstoßen, in den Wahnsinn getrieben und lebt zunächst verwahrlost als Waldmensch. Durch eine Zaubersalbe wird er geheilt und besteht nun eine Reihe von aufregenden Abenteuern, bei denen er treu von einem Löwen, dem er das Leben rettet, begleitet wird. Als hochgeachtetes Mitglied erfährt er wieder seine Aufnahme in die Gesellschaft des Artushofes, und schließlich gelingt die Versöhnung mit seiner Ehefrau Laudine.