»Wenn ich nach einem Schwerpunkt in meinem Lebensweg frage, so ist es die Arbeit für die Städte. Sie ist für mich die interessanteste Aufgabe in Verwaltung und Politik, weil sie die Nähe zur Sache und die Nähe zum Bürger auszeichnet, zu den Menschen, denen letztlich alle Politik dienen soll. Andere Ebenen mögen ›höher‹ und damit ›wichtiger‹ erscheinen, aber sie sind zugleich ferner von der zu gestaltenden Wirklichkeit.« (Dieter Sauberzweig)
Dieter Sauberzweig ist gemeinsam mit Hermann Glaser, Hilmar Hoffmann u.a. einer Wegbereiter der Neuen Kulturpolitik. Er schreibt in diesem Buch von seinen Erfahrungen beim Deutschen Städtetag in der Zeit des kulturpolitischen Aufbruchs der Endsechziger und frühen siebziger Jahre und als Kultursenator in Berlin in der zweiten Hälfte der siebziger und frühen achtziger Jahren.
Es ist ein Stück Vergegenwärtigung des eigenen politischen Denkens und Handelns und gibt dabei einen Einblick in die Nachkriegsgeschichte von Kulturpolitik und am Beispiel Berlins in das komplizierte kulturelle Gefüge einer Großstadt. Das Buch schließt mit dem Kapitel »Kommunale Kulturpolitik zwischen gestern und morgen« zu Perspektiven gegenwärtiger Kulturpolitik.