Vom Umgang mit der Armut, der Entwicklung obrigkeitlicher Fürsorge und erster "sozialstaatlicher" Ansätze.
Die Autorin untersucht in ihrer Dissertation die Armenfürsorge in Regensburg zwischen 1523 und 1802, nämlich vom EinSetzen städtischer Regelungen bis hin zur Neuorganisation des Armenwesens unter Carl Theodor von Dalberg. Der Umgang mit den Armen wirft nicht nur ein interessantes Licht auf die existierenden Herrschafts- und Verwaltungsstrukturen in der Stadt, sondern auch auf die Werte und Normen der damaligen Gesellschaft. Erst allmählich entwickelten sich obrigkeitliche Fürsorgemechanismen, die letzten Endes in den heutigen Sozialstaat mündeten.