Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit der französischen Sprache auf zwei sehr unterschiedliche Weisen: Im ersten Teil geht es um das französische Wortgut, das in zwei Werken von Arthur Schnitzler vorkommt. Hier soll vor allem die besondere Stellung Österreichs, insbesondere Wiens, im Hinblick auf französische Lehnwörter innerhalb des deutschen Wortschatzes beleuchtet werden. Gleichzeitig wird versucht, die Wege nachzuvollziehen, die dieses Wortgut in der Zwischenzeit sowohl im Deutschen als auch im Französischen eingeschlagen hat, um zu klären, welche Veränderungen es in Bedeutung und Gebrauch dieser Wörter gegeben hat. In diesem Teil der Untersuchung sind also auch Fragestellungen zum deutschen bzw. österreichischen Wortschatz von Interesse. Im zweiten Teil der Arbeit geht es hingegen ausschließlich um die französische Sprache, und in erster Linier wiederum um den Wortschatz. Anhand verschiedener Übersetzungen von Arthur Schnitzlers Reigen und Leutnant Gustl, die in einem Zeitabstand von ca. 60 Jahren angefertigt wurden (ca. 1930 – ca. 1990) sollen Veränderungen der französischen Sprache aufgezeigt werden. Auch auf Veränderungen, welche die Syntax betreffen, soll kurz eingegangen werden.