Angaben aus der Verlagsmeldung

Junge Lyrik


Die Lyrik junger Autorinnen und Autoren zwischen Anfang 20 und Mitte 30 ist bisher noch wenig untersucht. Auf dem heutigen Buchmarkt sind Lyrikdebütanten immer seltener anzutreffen, dafür hat junge Lyrik ihre Foren in Literaturzeitschriften und im Internet, dessen Möglichkeiten junge Dichter so selbstverständlich nutzen wie sie auf die Traditionen des 20. Jahrhunderts zurückgreifen, unter denen einerseits die Alltagspoetik der 1970er Jahre, andererseits das Sprachbewusstsein und die experimentellen Ansätze der 1980er Jahre favorisiert werden. Vieles besteht unangefochten nebeneinander; die großen Debatten scheinen vorbei, Götterlieblinge und Antipoden, wie sie die Vorgängergeneration noch hervorbrachte, fehlen.
Was treibt junge Dichter statt dessen um? Sie erkunden die moderne Lebenswelt und entdecken einmal mehr die Natur für sich. Mehrere Beiträge dieses Heftes widmen sich der neuen Naturdichtung. Aber auch das politische Gedicht erlebt eine gewisse Renaissance. Der TEXT+KRITIK-Band untersucht diese Trends und stellt die profiliertesten Lyriker der neuen Generation vor. Darüber hinaus bietet das Heft Entdeckungen unter den Jüngsten: Sechs neue lyrische Stimmen werden vorgestellt.

Das Heft enthält Beiträge von Michael Braun, Ulrike Draesner, Peter Geist, Guido Graf, Norbert Lange, Tobias Lehmkuhl, Jan Wagner und eine von Norbert Hummelt zusammengestellte Anthologie.