Angaben aus der Verlagsmeldung

Carl Roesch (1884–1979) : Eigenwillig – angepasst


Carl Roesch gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der schweizerischen Kunstgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Geboren 1884 in Gailingen, aufgewachsen in Diessenhofen, studierte er am Winterthurer Technikum und setzte sich in Studienaufenthalten in Karlsruhe und München mit den grafischen Künsten auseinander. Mit seiner Frau zog er 1911 zurück nach Diessenhofen, wo er in seiner langen Schaffenszeit bis zu seinem Tod 1979 ein umfangreiches Œuvre von eindrücklicher Konsequenz schuf. Er arbeitete in verschiedenen Techniken (Glasmalerei, Mosaik, Ölbild, Aquarell, Radierung, Zeichnung) und wurde neben seinen Ausstellungen nicht zuletzt auch durch seine Kunstwerke in und an öffentlichen Gebäuden bekannt.
Carl Roesch unternahm verschiedene Reisen nach Italien und Paris, wo er wegweisende Begegnungen mit den Werken Cézannes machte.
Mit Adolf Dietrich gehört er zu den wenigen Künstlerpersönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts, die weit über die Grenzen des Thurgaus hinaus bekannt geworden sind. In seinem Schaffen spiegelt sich eine modellhafte Auseinandersetzung mit den Kunstentwicklungen der europäischen Avantgarde über mehrere Jahrzehnte hinweg.
Carl Roesch hat seinen Nachkommen neben seinem Atelierhaus ein umfangreiches Werk an Ölbildern, Aquarellen, Skizzen und Tagebüchern hinterlassen. Dieser Nachlass ist in den letzten Jahren von Ursula Helg geordnet und wissenschaftlich bearbeitet worden und bildet die Basis für diese umfassende Monografie, die sein Leben und sein Schaffen detailreich vorstellt.