Angaben aus der Verlagsmeldung

Six Feet Under : Autopsie unseres Umgangs mit Toten


Der Tod ist ein universelles Thema in der Kunst. Zwei Extreme zeichnen sich in der zeitgenössischen Kunst ab: Entweder wird das Ritual, das von der Religion an hochprofessionelle Dienstleistungserbringer oder an die Medien abgegeben wurde, von der Kunst zurückerobert und mit den Mitteln der Kunst neu inszeniert oder ausgebaut. Oder gewisse Künstlerinnen und Künstler bringen die unerwünschte Leiche („Trouble with Harry-Syndrom“) wieder in unser Blickfeld zurück und führen uns oft auf sehr direkte Art vor, dass (auch) die (physische) Existenz nach dem Tod weitergeht.
„Six Feet Under“ vereint Werke aus verschiedenen Jahrhunderten. Das Hauptgewicht liegt indes auf zeitgenössischer Kunst aus verschiedenen Kontinenten und Zivilisationen – Europa, Amerika, Mexiko, China, Japan, Indonesien, Ghana.
Wichtige Themenkreise in der Ausstellung betreffen Kinderbegräbnisse (von Albert Anker bis Teresa Margolles), Totenköpfe (von Stefan Balkenhol bis Com&Com), Kadaver (von Félix Vallotton bis Andres Serrano), der Tod des Künstlers (von Ferdinand von Rayski bis Gianni Motti), Särge (von Ferdinand Hodler bis Joe Scanlan), Todesrituale (von Max Buri bis Jean-Frédéric Schnyder), geliebte/verehrte Tote (von Cuno Amiet bis AA Bronson), Tod und Lifestyle (von Martin Kippenberger bis John Armleder), usw.