Scripted-Reality-Sendungen bilden einen Schwerpunkt im Nachmittagsprogramm vieler privater Fernsehsender in Deutschland, stehen aber gleichzeitig in der Kritik der öffentlichen Diskussion. Aufgrund ihrer Darstellungsweise sowie der Themen und Akteure, welche eine hohe Authentizität erzeugen, werden negative Medienwirkungen im Hinblick auf Realitätsvorstellungen vermutet. Ziel der Studie ist es zum einen, fundierte Einblicke in die gezeigte Medienrealität zu erhalten. Zum anderen wird das Rezeptions- und Nutzungsverhalten von Erwachsenen bezüglich episodischer Scripted Reality untersucht. Besondere Aufmerksamkeit erhält die Rolle der wahrgenommenen Realität bei möglichen Kultivierungsprozessen. Dies alles erfolgt mithilfe einer Methodenkombination aus einer quantitativen Medieninhaltsanalyse sowie einer quantitativen Onlinebefragung. Die Ergebnisse werden abschließend unter medienpädagogischen Gesichtspunkten beleuchtet.