Zwischen Austernfischern und Regenpfeifern ist Nanning zu Hause: Amrum, die wilde Nordseeinsel mit ihren Sandbänken und den Heidekrautfeldern ist alles, was der Junge kennt. 1945 ist die Stimmung auf der Insel gespalten, zwischen denen, die das Kriegsende herbeisehnen und jenen, die unbeirrt an den Endsieg glauben. Nanning spiegelt die verwirrenden Haltungen der Menschen um ihn – den Nazismus der Eltern, den Widerstand der Tante, die Skepsis der älteren Amrumer. Über allem steht die Notwendigkeit, Lebensmittel für seine schwangere Mutter und für seine Geschwister zu besorgen. Aber Nanning spürt sehr genau, dass eine Zeit zu Ende geht. Und eine neue beginnt.


Ein feinfühliger Roman vor dem Hintergrund der noch unberührten Schönheit der Insel.