Angaben aus der Verlagsmeldung

Wasser Farbe Licht : Aquarelle der Graphischen Sammlung. Katalog zur Ausstellung in Frankfurt, 02.10.2008-04.01.2009, Städel Museum, Graphische Sammlung


Einzigartig ist die Faszination des Aquarells, das wie keine andere Technik Leuchtkraft und Transparenz der Farben zum Ausdruck zu bringen vermag. So einzigartig, dass seit der Erfindung Künstler aller Epochen und Stilrichtungen auf diese Farben zurückgriffen, wie der Katalog auf 120 Seiten veranschaulicht.

Die Auswahl von rund 80 Werken aus der Graphischen Sammlung des Städel Museums bietet ein epochenübergreifendes Zusammenspiel von Aquarellen des 15. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Damit ist sie repräsentativ für das heutige Sammlungsprofil der 1816 von Johann Friedrich Städel in Frankfurt am Main gestifteten Institution.
Den meisterhaften Umgang mit dem Pinsel und den wasserlöslichen, lasierenden Farben belegen Entwürfe zu Glasfenstern und Deckengemälden, Kopien von Mosaiken und Architekturvisionen von Dürer über Giovanni Battista Tiepolo bis zu Leo von Klenze. Naturalistisch aufgefasste Pflanzen von Sibylla Merian und Odilon Redon stehen neben Aquarellen der heimischen wie exotischen Tierwelt von Jan van Huysum und Aart Schouman. Landschaftsstudien zeigen das Italien der Romantiker, die Lofoten Ernst Wilhelm Nays und die Schweizer Bergwelt Kirchners. Ein Höhepunkt der Sammlung ist ein Aquarell Cézannes, der mit seiner Auffassung der Technik der Moderne den Weg bereitete. Nach Nolde und Schmidt-Rottluff ist das vom Gegenstand losgelöste Informel der Nachkriegszeit durch Karl Otto Götz vertreten, aber auch Claes Oldenburg, als Vertreter der Popart, wählte das Aquarell, um seinen unwirklichen Bilderfindungen eine adäquate Gestalt zu verleihen.