Angaben aus der Verlagsmeldung

Ermenegildo Antonio Donadini : Fotografie im königlichen Dresden 1881 bis 1914


E. A. Donadini (1847-1936) bannte bemerkenswerte Momente auf seine Platten. Der Historienmaler hatte einen genauen Blick für Neues und Veränderungen im königlichen Dresden. Sein Blickwinkel war der des aufstrebenden Bürgertums, gleichzeitig und vor allem aber der eines Hofkünstlers. Seine Fotografien zeigen zahlreiche, oft noch im Bau befindliche Brücken, Denkmäler und Gebäude, aber auch im Abbruch begriffene historische Bausubstanz, die großzügigen Verkehrsachsen oder repräsentativen Neubauten weichen musste. In außergewöhnlichem Nebeneinander höfischer und bürgerlich-privater Perspektive vermitteln die Aufnahmen des Amateurfotografen Eindrücke vom Zeitgeschehen und von höfischen Ereignissen, von der Privatsphäre des Königshauses und vom rasanten baulichen und strukturellen Wandel der Residenzstadt zu einer der größten Städte des Reiches. Die ihm gegebenen Möglichkeiten als Hofrat, Maler und Professor ließen Donadini neben seinen vielfältigen künstlerischen und pädagogischen Aktivitäten fast beiläufig zu einem der bedeutendsten Bildchronisten Dresdens in der Belle Époque werden.

Von großer Seltenheit sind seine Aufnahmen der Privatgemächer des Königs und der Königin im Residenzschloss und in der Königlichen Villa, zu denen Donadini als Zeichenlehrer von Königin Carola Zugang hatte, und die hier, wie die meisten Fotografien dieses Bandes, erstmals publiziert werden.