Angaben aus der Verlagsmeldung

Jena Paradies : Gespräche über Kunst


Wer mit dem ICE von München nach Berlin fährt, kennt die Haltestelle „Jena Paradies“, kein richtiger Bahnhof, nur ein vergrößerter Bahnsteig, gelegen an einem Park namens Paradies am Ufer der Saale. Im thüringischen Jena, einem der Hauptorte des deutschen Idealismus, wo Schiller und Hegel, Fichte und Schelling lehrten, hat Thomas Oberender seine DDR-Kindheit und Jugend verbracht, und in der Wortfügung „Jena Paradies“ ist die Spannung von Wunsch und harter Wirklichkeit, Kunst und Leben, die seine Biografie kennzeichnet, seltsam poe­tisch eingefangen.Im Gespräch mit der bekannten Kulturjournalistin Andrea Schurian umkreist der Autor, Essayist und Kunstermöglicher Oberender die Themen seines Lebens: Herkunft, Ost und West, Reflexion und Praxis, Betrieb und Einsamkeit. Im gemeinsamen Nachdenken über die Rolle des Künstlers in der Gesellschaft – gleicht er dem sozial unfähigen „Idioten“ im antiken Sinn? –, über Künstler, die ihm viel bedeuten – so unterschiedliche wie Heiner Müller und Botho Strauß, Gerhard Richter und Christoph Schlingensief – und über die Zukunft der Festspielidee sollen Perspektiven der Kunst im 21. Jahrhundert sichtbar werden.