Domjüch ist Synonym für die 1902 eröffnete 'Großherzogliche Mecklenburg-Strelitzsche Landesirrenanstalt', die unweit von Strelitz-Alt errichtet worden war. Die wechselvolle Geschichte dieser später als Pflege- und Heilanstalt geführten Einrichtung bis zum Ende des Dritten Reiches und die bewegenden Schicksale der dort tätigen Ärzte, Schwestern und betreuten Patienten hat die Autorin eindrucksvoll nachgezeichnet. Das Anstaltsleben mit Ausreiß- und Selbstmordversuchen der Pfleglinge wird ebenso thematisiert wie das Leben der Anstaltsleiter und deren Familien auf dem Gelände der Einrichtung sowie die unmittelbare Nachkriegszeit. Historisches Bild- und Aktenmaterial rundet das einmalige Zeitdokument ab.