Die vorliegende Studie versteht sich als Beitrag zur literaturwissenschaftlichen Liebesforschung einerseits, zur Arnim-Forschung andererseits. Ihr gelingt es erstmals, einen narratologischen wie semiologischen Liebesbegriff systematisch zu entwickeln, den sie an Achim von Arnims Roman Gräfin Dolores erfolgreich erprobt. Sie profiliert die Gräfin Dolores als Liebesroman par excellence, der alle Register romantischer Liebe zieht, um sie einer radikalen Kritik zu unterziehen, und so eine neue Form entwickelt, Liebe zu erzählen.