Angaben aus der Verlagsmeldung

Der nackte Mann / von Sabine Fellner, Elisabeth Nowak-Thaller, Stella Rollig


Der nackte Mann

Mit zahlreichen Werkbeispielen zum männlichen Akt spannt der Katalog einen großen Bogen von der Wiener Modernen bis zu ganz aktuellen Arbeiten. Er verleiht einen Überblick über die Tradition des Bildthemas im 20. Jahrhundert und zeigt damit die eindrucksvolle bandbreite des künstlerischen Schaffens, das sich mit dem nackten Mann auseinandersetzt. Zunächst nur in mytologischer Verkleidung als Bildthema relevant, wird der männliche Selbstakt um 1900 zum öffentlichen Handlungs- und Experimentierfeld: Der entkleidete männliche Körper durchläuft Krisen der Idendität und Phasen der Souveränität sowie Versuche der Dekonstruktion von traditionellen Männlichkeitsbildern und illustriert die erotische Pose.

Von da an lässt sich die Krise des Männerbildes im 20. und 21. Jahrhundert anhand zahlreicher Werke prominenter Künstler illustrieren. Die Dekonstruktion des hegemonialen Männlichkeitsmodells, alternative Männlichkeitskonzepte, der Blick des Begehrens auf den männlichen Körper sind ebenso Thema, wie Körperkult und Körperzerstörung.

Die Liste der Künstler umfasst elf jahrzehnte und eine dementsprechend große Vielfalt der künstlerischen Auseinandersetzung: von Egon Schiele bis Ron Mueck und John Coplans, von Lovis Corinth bis Matthew Barney, von Erich Heckel und Max Beckmann bis Eric Fischl, von PaulaModershon Becker bis maria Lassnig und Elke Krystufek, von Oskar Kokoschka bis Gelitin, von Anton Kolig bis David Hockney und Robert Mapplethorpe u.v.a.m.