Angaben aus der Verlagsmeldung

Ausländisch für Deutsche : Sprachen der Kinder – Sprachen im Klassenzimmer / von Simona Colombo-Scheffold, Peter Fenn, Stefan Jeuk, Joachim Schäfer, Basil Schader, Peter Dines, Monika Jäger-Manz, Ioana Velica


Die nicht deutschen Familiensprachen der Kinder mit Migrationshintergrund sollen lt. Bildungsstandards und Kerncurricula – vergleichend – in den Sprachunterricht einbezogen werden. Dazu brauchen Lehrpersonen grundlegende Kenntnisse über diese Sprachen: Sprachtyp und Basisstruktur der Sprache und einige Unterschiede zum Deutschen. Auf diesem Hintergrund können sie die vergleichenden Äußerungen der zwei- und mehrsprachigen Kinder verstehen, einordnen und in bestimmten Fällen Übertragungsfehler erklären. Das Buch bietet Einblick in zwölf häufige Muttersprachen. Es behandelt außerdem allgemeine Aspekte des Sprachenlernens und der europäischen Sprachenpolitik. Ein Serviceteil liefert nützliche Adressen und Links.
Inhalt

Simona Colombo-Scheffold, Peter Fenn,
Stefan Jeuk, Joachim Schäfer
1 Einführung
Peter Dines
2 Europäische Sprachenpolitik
Joachim Schäfer
3 Sprache und Sprachen
Stefan Jeuk
4 Die Bedeutung der Erstsprache beim Erlernen der Zweitsprache
Basil Schader
5 Albanisch
Simona Colombo-Scheffold
6 Deutsch als Fremdsprache
Peter Fenn
7 Das Englische – zur Sprache der Angelsachsen
Natalie Arnauld-Kreutzer, Clemens Klünemann
8 Französisch
Giulio Pagonis
9 Griechisch
Simona Colombo-Scheffold
10 Italienisch
Lana Mayr
11 Kroatisch
Ioana Velica
12 Rumänisch
Olga Beller, Annette Kolb, Oxana Metychuk
13 Russisch
Simona Colombo-Scheffold,
María del Pilar Suárez de Rolfs
14 Spanisch
Yesim Böttle, Stefan Jeuk
15 Türkisch
Monika Jäger-Manz
16 Ungarisch
Joachim Schäfer
17 Serviceteil: Literaturliste, Adressen und nützliche Links

18 Verzeichnis der Autorinnen und Autoren.
Es gibt mindestens zwei Gründe, sich mit dem Buch „Ausländisch für Deutsche“ zu beschäftigen:
(1) Die Erst- bzw. Familiensprachen von Kindern, die nicht einsprachig deutsch aufwachsen, sind ein wichtiger Faktor für Sozialisation und Identität, aber auch für das Erlernen des Deutschen als Zweitsprache. Lehrpersonen und ErzieherInnen brauchen Einblicke in die Struktur dieser Sprachen, um den Zweitspracherwerb Deutsch gut begleiten zu können.
(2) Andere Sprachen als die eigene(n) – nämlich Schulfremdsprachen und lebensweltliche Sprachen – bieten darüber hinaus für alle Lernenden im Deutschunterricht vielerlei Anlässe, sprachaufmerksam und sprachbewusst zu werden und das Potenzial von Sprachen zu reflektieren. Kinder interessieren sich schon früh für andere Sprachen und stellen Vergleiche an. Hier kann der Deutschunterricht anknüpfen, und die Bildungsstandards erfordern es sogar.
Dieses Buch bietet Lehrpersonen, Lehramtsstudierenden und anderen Interessierten gut lesbare Einführungen in eine Vielzahl europäischer Sprachen. Es handelt sich einerseits um häufige Schulfremdsprachen (Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch), andererseits um Sprachen von Familien mit Migrationshintergrund (Albanisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Türkisch, Ungarisch). Der Vergleich mit dem Deutschen (als Zweit- oder Fremdsprache) ist in den Artikeln angelegt. Zudem gibt es Grundinformationen zu Zweitspracherwerb, Sprachverwandtschaft und europäischer Sprachenpolitik. Ein Serviceteil liefert nützliche Adressen und Links. – Ein Muss für jede Schule!