Die mit dem Begriff der Urbanisierung umfassten Prozesse der herrschaftlichen und genossenschaftlichen Verdichtung und Vernetzung im mitteleuropäischen Städtewesen des Hoch- und Spätmittelalters werden in diesem Band für drei Regionen in den Blick genommen: Österreich und seine Nachbarländer, das Ober- und Mittelrheingebiet sowie den mittel- und norddeutschen Raum. Das Augenmerk gilt vor allem den Akteuren, die zwischen Herrschaft und Gemeinde vermittelten. Ihre Rolle in der Interaktion von Herren und Gemeinden, ihre eigene Vernetzung und Gruppenbildung und die Wirkung ihrer Aktivitäten fügen sich zu einem vielfältigen Bild, das zur Überwindung alter Kategorien der Forschung beitragen soll.