Angaben aus der Verlagsmeldung

Tote Objekte – lebendige Geschichte : Exponate aus den Sammlungen der Philipps-Universität Marburg


Vor 200 Jahren begann der Anatom Bünger mit dem Auf- und Ausbau der Marburger anatomischen Lehrsammlung. Seine Nachfolger setzten diese Arbeit fort, und um 1900 hatte die Sammlung den heute noch vorhandenen Umfang erreicht. Im Fokus der Publikation stehen einzelne Objekte dieser sowie anderer universitärer Sammlungen mit einem thematischen Bezug zur Medizingeschichte. Als Exponate unterschiedlicher Provenienz sind sie gegenständliche Quellen, die zum Sprechen gebracht werden können. Es lassen sich ihre Geschichten erzählen, mit denen sie verbunden sind, aus denen sie resultieren, auf die sie verweisen. So ergeben sich vielschichtige Einsichten etwa in die Art ihrer Rekrutierung, den Prozess ihrer Herstellung, in die ihnen zugedachten Funktionen und die jeweils situativen Sichtweisen. Dadurch eröffnen sich Zugange zu den Objekten, die sie als neuartige und interessante Dokumente unseres kulturellen, wissenschaftshistorischen und sozialen Erbes erscheinen lassen.