Wie kann man die Geschichte der Bundesrepublik und der DDR gemeinsam betrachten, ohne die Unterschiede zwischen beiden Gesellschaften außer Acht zu lassen? Über eine solche »integrative deutsche Nachkriegsgeschichte« wird rege debattiert. Besondere Beachtung hat dabei der von Christoph Kleßmann geprägte Ansatz der »asymmetrisch verflochtenen Parallelgeschichte« gefunden.
Der vorliegende Band versammelt aktuelle Forschungsarbeiten, die die Grenzen und Möglichkeiten des Ansatzes hinterfragen. Dabei werden gezielt einzelne Aspekte der Verflochtenheit zwischen beiden deutschen Staaten untersucht, so zum Beispiel die Erinnerungspolitik, Kultur- und Filmpolitik, der Umgang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erzwungene Wanderungen von Ost nach West und die Suizidprävention.