Hermann Kellenbenz gilt als einer der herausragenden Wirtschaftshistoriker seiner Generation, dessen wissenschaftliches Wirken bis in die Gegenwart spürbar ist. Internationalität prägte sein Verständnis von Wissenschaft und spiegelte sich in den weitreichenden personellen und institutionellen Kontakten, die er zeitlebens knüpfte und pflegte. In der Historiographieforschung wurde ihm trotz dessen bisher wenig Beachtung geschenkt.°°°°Diese Lücke schließt die nun vorliegende erste Gesamtbiographie, die Kellenbenz’ Auffassung von Geschichtsforschung und Wissenschaft per se vor dem Hintergrund seines Werdegangs analysiert.°°Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Untersuchung der persönlichen Beziehungsgeflechte Kellenbenz’, die die Autorin mithilfe der sozialen Netzwerkforschung herausarbeitet.°°°°Auf Grundlage einer beeindruckenden Quellenbasis entsteht so eine Pionierstudie, mit der Jeanette Granda einen wichtigen Beitrag zur Historiographiegeschichte der BRD leistet.°°