Angaben aus der Verlagsmeldung

Gemeinschaft als Erfahrung : Kulturelle Inszenierungen und soziale Praxis 1930 - 1960


Wer von Gemeinschaft spricht, darf über individuelle Erfahrungen und Inszenierungen nicht schweigen.
Gemeinschaft ist ein Sehnsuchtsbegriff. Er diente im 20. Jahrhundert zu verschiedenen Zeitpunkten unterschiedlichen Akteuren und Akteurinnen dazu, ihre Vorstellungen von der Zugehörigkeit zu einem Kollektiv verwirklichen zu wollen und dessen Ausgestaltung mit einer spezifischen Praxis zu verbinden.
Dieser Band verbindet konzeptionelle Beiträge zum Verhältnis von Gemeinschaftskonstruktionen, individuellen Erfahrungen und kulturellen Inszenierungen mit aktuellen Forschungsprojekten von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlerinnen, die die jüngsten Debatten zur Wirksamkeit des "Volksgemeinschaft"-Topos und anderer Vergemeinschaftungsformen an konkrete Forschungssituationen rückbinden. In den Beiträgen werden zudem neue Perspektiven auf das Verhältnis von Gemeinschaft und Gesellschaft im "Dritten Reich" deutlich, die Anregungen geben für die Ausrichtung zukünftiger Forschungen über 1945 hinaus.