Im Schnittpunkt zwischen Literatur- und Kulturwissenschaft stehend, befragt Martschini zehn höfische Erzähltexte des 13. Jahrhunderts auf ihren Umgang mit Schriftlichkeit. Von Wolfram von Eschenbachs "Parzival" über Ulrich von Liechtensteins "Frauendienst" und den mittelhochdeutschen "Prosalancelot" bis hin zum anonym überlieferten "Reinfried von Braunschweig" sollen literarische Werke Aufschluss über bewusste und unbewusste Erwartungshaltungen geben, die im Mittelalter an Schriftlichkeit herangetragen werden konnten. Mit ausführlichen Präsentationen der Texte und einer Konkordanz zur mittelhochdeutschen Begrifflichkeit.