Kafkas Tagebuchaufzeichnungen seiner Besuche in Paris und Weimar zeugen von Weisen des Gehens und Sehens, die eine Stadt auf neue, außergewöhnliche Art entdecken. Was geschieht, wenn der Klassiker der Moderne touristische Orte und Plätze besucht, an denen sich ältere Klassiker bereits breit gemacht haben? Warum steht Kafka stundenlang in der Seifengasse herum, den Blick unverwandt auf das Goethehaus gerichtet? Was geschieht, wenn sein Blick im Louvre auf die Stelle trifft, an der das entwendete Bild der Mona Lisa hing? Friedrich Balke und Rembert Hüser zeichnen die Karte von Kafkas Bewegungen nach und laden den Leser ein, mit Kafkas Augen zu sehen.