Angaben aus der Verlagsmeldung

Elektromagnetische Eigenschaften von thermisch gespritzten ferromagnetischen Schichten / von Markus Brühl


Durch die stetige Weiterentwicklung im Bereich der Systeme, die mit elektromagnetischen Wellen arbeiten, ist deren Anzahl in den letzten Jahren immens gestiegen. Die Systeme sind beispielsweise im Gebiet der Telekommunikation, der Radartechnik sowie in besonderem Maß in der Medizintechnik zu finden. Ein Hauptaugenmerk wird muss bei diesen Apparaturen auf den Schutz der Umwelt vor schädlichen Strahlungen bzw. ausgesendeten elektromagnetischen Wellen gelegt, um einen gefahrlosen Umgang mit den Apparaturen zu gewährleisten. Zur Abschirmung bzw. Absorption dieser Wellen kommen Ferrit-Materialien zum Einsatz, die zurzeit industriell in erster Linie als gesinterte Bauteile eingesetzt werden. Somit unterliegt der Einsatz dieser Bauteile, bedingt durch die Sintertechnologie, geometrischen Restriktionen.
Im Rahmen dieser Arbeit wird die Möglichkeit erarbeitet, eine ferritische Abschirmung mit Hilfe der thermischen Spritztechnologie zu realisieren Die hier verwendeten Werkstoffe können in die Gruppe der Spinell-Ferrite (NiZn-Ferrit) und in die Gruppe der Hexaferrite (Ba- oder Sr-basierte Ferrite) unterteilt werden. Die ferritischen Materialien werden sowohl mit dem atmosphärischen Plasmaspritzprozess (APS) verarbeitet als auch mit dem Hochgeschwindigkeitsflammspritzprozess (HVOF). Im Anschluss an die Entwicklung der Beschichtungsparameter werden die applizierten Schichten einer Grundcharakterisierung (z. B. Phasenzusammensetzung) und einer Analyse der elektromagnetischen Eigenschaften unterzogen. Um das Potential für einen industriellen Einsatz dieser Schichten zu zeigen, wird ein Demonstrator beschichtet und im eingesetzten Frequenzbereich untersucht. Abschließend werden die Ergebnisse im Vergleich zum industriell eingesetzten gesinterten Referenzbauteil bewertet.