Angaben aus der Verlagsmeldung

Briefe und Tagebücher 1884–1900 / von Gustav Landauer


Christoph Knüppel kommentiert Briefe Landauers, mit denen er aus dem Gefängnis um Hedwig Lachmann wirbt. Gerichtet an seine Freundinnen Ida Wolf und Clara Tannhauser und adressiert an seine erste Frau Grete Leuschner, zeigen diese Briefe das Changieren Landauers zwischen amoralischem Handeln und dem Streben nach einer Humanisierung der Welt jenseits religiöser und teleologischer Gewissheiten.
Landauer, Vortragsredner und Redakteur der Wochenschrift »Der Sozialist« und ihrer »Litterarischen Beilage«, prägte ab 1892 die anarchistische Arbeiterbewegung. Literarisches Schreiben und gesellschaftliches Engagement waren für ihn stets eng verbunden. Die Briefe gewähren einen unverstellten Einblick in das Empfinden und Denken eines politisch-kulturellen Akteurs, der sich zeit seines Lebens eine »revolutionäre Leidenschaft« bewahrte.