Angaben aus der Verlagsmeldung

Geschichte der Schweizer Armee / von Rudolf Jaun



„Die Schweizer Armee ist so widersprüchlich wie schwarzer Schnee.“


Kaum ein anderes europäisches Land war mit so wenig Krieg, aber mit so viel Militär konfrontiert wie die Schweiz. Mit so viel Militär, dass immer wieder behauptet wurde, die Schweiz habe keine Armee, vielmehr sei sie eine Armee.


Diese «Armeegeschichte» versucht, die Entwicklung der Schweizer Armee nachzuzeichnen, indem sie ihre Geschichte in den Kontext der europäischen Streitkräftebildung, Waffenentwicklung und Kampfverfahren stellt. Die Geschichte der europäischen Streitkräfte war seit dem frühen 16. Jahrhundert durch die technische Weiterentwicklung und den Einsatz von Feuerwaffen gekennzeichnet. Eine Entwicklung, die die einst so erfolgreichen Fuss-Streitkräfte der Alten Eidgenossenschaft aufs Empfindlichste treffen musste.


Dies führte zu einem jahrhundertelangen Adaptionsprozess, mit dem versucht wurde, die eigenen Miliz-Streitkräfte an die Bewaffnung und Kampfweise der führenden europäischen Streitkräfte anzupassen. Dieser Modernisierungsdruck sorgte dafür, dass seit dem frühen 19. Jahrhundert um ein vertretbares Verhältnis von Kampfkraft, Finanzierbarkeit und angemessener Kampfweise gerungen wurde. Anpassungsstress und Richtungsstreitigkeiten sind deshalb wichtige Charakteristika der Schweizer Armeegeschichte.