In der aktuellen Migrationsforschung haben sich Gesellschaftsbezeichnungen wie »Migrationsgesellschaft« oder »postmigrantische Gesellschaft« etabliert. Dabei wird vermehrt auf theoretische Konzepte wie Habitus, Praxis, Lebensstil, Kapital, symbolische Grenzziehung und soziales Milieu zurückgegriffen. Diese Konzepte stehen in der Tradition der relationalen Soziologie Pierre Bourdieus. Ohne eine theoretische Formulierung der Makrostruktur bleibt dieser konzeptuelle Bezug auf Bourdieu jedoch unvollständig. Die Autor_innen widmen sich daher der Frage nach der Strukturiertheit des sozialen Raumes einer (post-)migrantisch geprägten Gesellschaft und ebnen den Weg zur Überwindung der Dichotomie von Migrationsforschung und Sozialstrukturanalyse.