Angaben aus der Verlagsmeldung

Der Traum vom neutralen Blick : Parmenides und Wittgenstein als radikale Realisten / von Jörg Bernardy


Parmenides und Wittgenstein trennen ganze 2500 Jahre und doch stehen sie beide für einen radikalen Realismus und eine neue Ontologie in der Geschichte des Denkens. Jeder Realismus ist ein Versuch, gegen die Sinnlosigkeit des Lebens anzugehen. Ob unerschütterliche Seinskugel oder philosophische Leiter, die immer wieder überwunden werden muss, beides verkörpert den Traum von einer unzerstörbaren, objektiven Welt der Tatsachen. Parmenides und Wittgenstein bauen eine Festung, um der Absurdität der Existenz und den Fallen des Skeptizismus zu entkommen. Radikaler Realismus bedeutet daher in der Antike wie im 20. Jahrhundert die Errichtung einer unverrückbaren ontologischen Wahrheit, um der unerklärbaren Paradoxie der Welt einen Riegel vorzuschieben.