»Die« (pädagogische) Autorität, die sich als das Allgemeine setzt, hat ein Geschlecht, eine soziale Position und sie ist weiß, europäisch und christlich, wahlweise säkular. Sie ist räumlich und zeitlich situiert, ist gleichzeitig und ungleichzeitig zugleich sowie global und lokal artikuliert. Pädagogische Autorität verbindet diskursive Anrufungen mit psychischen Verarbeitungen. Hegemonial sind alltägliche Gewohnheiten und Routinen, in denen gesellschaftliche Strukturen wirken, je mehr sie zur selbstverständlichen »zweiten Natur« geworden sind. Eine hegemonietheoretische Konzeption pädagogischer Autorität untersucht ihren diskreten Charme: ihre Vergänglichkeit.