Angaben aus der Verlagsmeldung

Control of Supreme Courts in Early Modern Europe.


Kontrollmechanismen für Höchstgerichte sind im heutigen Europa selten zu finden. In einigen Ländern existieren Ombudsmänner, die durch die Bürger angerufen werden können, wenn diese den Eindruck haben, ein Höchstgericht hätte Unrecht entschieden. In den meisten Ländern ist aber eben ein Höchstgericht die letzte Instanz, gegen dessen Entscheidung es kein Rechtsmittel mehr gibt. Ganz anders war dies noch in der Frühen Neuzeit, in der vor allem das Bild des Monarchen als höchster Richter noch vorherrschte. Damit beschäftigt sich dieser Band, der das Ergebnis zweier Workshops ist, die sich inhaltlich mit der Kontrolle der Höchstgerichte im Europa der Frühen Neuzeit beschäftigen. Dabei wurde in den einzelnen Vorträgen untersucht, welche Mechanismen von Kontrolle begrifflich und inhaltlich in der Frühen Neuzeit gegriffen haben und welche Akteure dabei tätig waren. Die Vortragenden betrachteten dabei die Situation im Heiligen Römischen Reich, der iberischen Halbinsel, Schottland und Schweden. Einführend findet sich ein Beitrag aus rechtssoziologischer/philosophischer Sicht, der Kontrolle aus definitorischer Sicht beleuchtet.