Angaben aus der Verlagsmeldung

Fred Stein : Dresden – Paris – New York


Fred Stein gehört zu den Pionieren der Kleinbildfotografie der 1930er und 1940er Jahre. Das fotografische Œuvre des Quereinsteigers ist ein bewegendes und bewegtes Zeugnis der Geschichte des 20. Jahrhunderts; er schuf beeindruckende Ansichten von Städten und Menschen. Im Jahr 1909 als Sohn eines Rabbiners in Dresden geboren, war der überzeugte Sozialist nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 gezwungen, seine Heimatstadt zu verlassen. In der Not der Flucht und Emigration offenbarte sich sein herausragendes Talent als sensibler Porträt- und Straßenfotograf. Die Liste der Porträtierten liest sich wie das »Who is Who« des 20. Jahrhunderts: Hannah Arendt, Albert Einstein, Willy Brandt, Arnold Zweig, Egon Erwin Kisch, Bertolt Brecht, Marlene Dietrich, Salvador Dalí, Martin Buber, Thomas Mann. Seine Fotografien zeichnen sich durch tiefe Menschlichkeit und einen hintergründigen Humor aus. Als humanistisch gesinnter Intellektueller bewahrte er sich immer den Blick für das Ganze – er fotografierte mehr als nur den perfekten Augenblick.
Der Katalog zeigt eine Auswahl der bedeutendsten Fotografien Fred Steins. Eine ausführliche Bildbiografie erzählt das Leben des Künstlers, und Essays namhafter Kunst- und Kulturhistoriker ordnen sein Werk in den kunsthistorischen und ideengeschichtlichen Kontext ein.