Mit seinen Romanen und Novellen gehört Gottfried Keller zu den bedeutendsten Autoren des Realismus. Walter Benjamin zählt ihn zu den »drei oder vier größten Prosaikern der deutschen Sprache« überhaupt. Doch nicht nur als Erzähler trat Keller hervor. Er wollte Maler und später Dramatiker werden, gewann als Lyriker erste Anerkennung, mischte sich in die Politik ein, schrieb Kunstkritiken und unterhielt ausgedehnte Korrespondenzen. Das Handbuch bringt Kellers Werk unter Berücksichtigung des Nachlasses erstmals in seinem ganzen Umfang zur Darstellung. Entlang der Schauplätze Zürich, München, Heidelberg und Berlin rekonstruiert es die Biographie des Autors und verortet sein Schaffen im kulturellen und politischen Kontext der Zeit. Mit Blick auf die Wirkungsgeschichte wird Keller darüber hinaus als Wegbereiter der Moderne erkennbar. Die Neuauflage enthält erstmals zahlreiche Abbildungen und eine Zeittafel.