Der Sammelband geht der Frage nach, ob die Kulturwissenschaft sich als eigenständiger Bereich neben Sprach- und Literaturwissenschaft behaupten kann und worin ihre Leistungsfähigkeit besteht. Ausgehend von der Diskussion der kulturwissenschaftlichen Sektion auf dem 10. Frankoromanistentag beschreiben Philologen, Historiker und Soziologen aus Deutschland und Frankreich ihren kulturorientierten Blickwinkel. Sie thematisieren Bezüge zur Geschichtswissenschaft, Kulturgeschichte und «histoire culturelle» sowie Fragen nach disziplinären, geographischen oder transkulturellen Überschreitungen. Dabei geht es auch um die Diskrepanz zwischen Wissenschaft und Praxis.