Angaben aus der Verlagsmeldung

Digitale Depression : Wie neue Medien unser Glücksempfinden verändern / von Sarah Diefenbach, Daniel Ullrich


Die Szenerie: der Traumurlaub. Ein wunderschöner Strand im Abendlicht, die Sonne verschwindet hinter dem Horizont. Ein ganz besonderer, einmaliger Moment, den man genießen sollte, im Hier und Jetzt.
Doch immer mehr Menschen vereiteln solche Glücksmomente, indem sie ihr Smartphone zücken und wie besessen versuchen, das perfekte Foto zu schießen – während die Sonne genauso verschwindet wie der magische Augenblick. Anschließend wird das Foto in den sozialen Medien gepostet. Das Ziel: möglichst viele Likes und damit Selbstbestätigung zu bekommen. Wer hingegen gerade zu Hause sitzt und die vielen tollen Urlaubsfotos, ausgefallenen Mittagessen und sportlichen Erfolge seiner Kontakte über die sozialen Medien verfolgt, kann ein Stück Selbstwertgefühl verlieren und in die digitale Depression abrutschen.
Technik ist ein selbstverständlicher Teil unseres Alltags geworden und verändert unser Denken, Handeln und Tun – und unser Glücksempfinden. Beim Versuch, das Glück zu intensivieren (zu tracken, zu posten, zu teilen), verlernen wir, es direkt zu erleben. Die Autoren, Wissenschaftler an der Ludwigs-Maximilians-Universität München, zeigen diese Risiken auf und verfassen ein Plädoyer für den reflektierten Umgang mit Technik – orientiert am eigenen Glück.