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Max Liebermann schuf über 200 Gemälde nach Motiven aus seinem eigenen Garten. Die mit impressionistischem Strich gemalten Werke prägen das Spätwerk des Künstlers. Auch für Paul Klee war die Natur ein entscheidender Ausgangspunkt seiner Kunst. Sie wird von ihm aber gestaltet zu abstrakt gebauten Bildkompositionen, in denen geometrische Formen mit zeichenhaften Setzungen verbunden sind.
Zwischen Klees und Liebermanns Gartenbildern liegen Welten: hier Abstraktion, dort impressionistische Form. Umso überraschender ist es, dass sie in derselben Zeit entstanden, zwischen 1915 und 1935. Der Band stellt die Gartenbilder der beiden Künstler gegenüber und zeigt, wie nahe sich diese trotz der stilistischen Unterschiede stehen – bei den gegenständlichen Bildelementen, in der Fundierung ihrer ästhetischen Überlegungen, bei der sich beide auf die Schriften Goethes beziehen, und nicht zuletzt durch den ganz ähnlichen Naturbegriff, von dem Klee und Liebermann ausgehen.