Im Mittelpunkt dieses fesselnden Sachbuchs steht Hans Rosenthal, Holocaust-Überlebender und späterer Fernsehstar, der als Präsident von Tennis Borussia Berlin deutsche Sportgeschichte schrieb. Dietrich Schulze-Marmeling verknüpft meisterhaft Rosenthals Schicksal mit der vielschichtigen Geschichte des jüdischen Fußballs in Deutschland – von den Anfängen der Hakoah-Bewegung über die Verfolgung in der NS-Zeit bis zur Wiedergeburt jüdischer Sportvereine in der Nachkriegszeit.

Zwischen Triumph und Trauma entfaltet sich ein eindringliches Porträt des deutsch-jüdischen Fußballs, dessen Akteure trotz aller Widerstände ihren Platz in der deutschen Gesellschaft zurückforderten. Besonders bewegend: Rosenthals unbändiger Wunsch, als TeBe-Präsident in jener Ehrenloge des Olympiastadions zu sitzen, in der einst Hitler thronte – ein symbolischer Sieg über die Verfolger.