Die Mission und das karitative Engagement der Steyler Missionare (SVD) und der Steyler Missionsschwestern (SSpS) in der chinesischen Provinz Shandong sind ein Beispiel für die Chinamission nach den Opiumkriegen Mitte des 19. Jahrhunderts. Die beiden Kongregationen nahmen ihre Arbeit in China ab 1881 auf. Bis 1950 wurden mehr als 500 Steyler Missionare und über 200 Steyler Missionsschwestern nach Shandong entsandt. Sie entwickelten trotz aller politischen, religiösen und kulturellen Schwierigkeiten eine blühende Mission. Dabei geht es um apostolische Unternehmungen, um ihre Dienste im Bereich der Erziehung, der Krankenbetreuung und der Sozialarbeit. All das war in der damaligen Zeit ein überaus wertvoller Beitrag für die Entwicklung der Gesellschaft in Shandong.
Eine große Vielfalt chinesischen Quellenmaterials ordnet die Missionstätigkeit der Steyler Missionare und Missionarinnen in den breiteren Kontext der Geschichte Chinas und Shandongs in der Neuzeit ein. Damit stellt diese Studie eine eingehende Forschung der Auswirkungen und des Beitrags der Steyler Missionare zur sozialistischen Gesellschaft von Shandong dar. Sie ist ein Beitrag zur Geschichte der Begegnung zwischen der Missionsbewegung des Christentums und der Gesellschaft Chinas in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.