In dieser Dissertation untersucht Christian Risse die Entwicklung der deutschen Kokereibau-Industrie im Zeitraum von 1880 bis 1941. Die Arbeit beleuchtet die komplexen Beziehungen zwischen wenigen Unternehmen, die den Markt dominierten, und analysiert den Übergang von anfänglichen Kooperationen zu einem intensiven Wettbewerb.
Die Dissertation bietet:
Historische Einblicke: Das Buch zeigt, wie sich die deutsche Kokereibau-Industrie entwickelte und welche Rolle verschiedene Unternehmen spielten, die oft in scharfer Konkurrenz zueinander standen.
Technologische Innovationen: Christian Risse erläutert die technischen Fortschritte, die die Produktionsmethoden veränderten und die Wirtschaftlichkeit der Kokereien steigerten, insbesondere durch die Nutzung von Nebenprodukten wie Gas und Teer.
Wirtschaftliche Strategien: Die Arbeit diskutiert die unterschiedlichen Ansätze der Unternehmen und deren Auswirkungen auf den Markt, einschließlich der Herausforderungen durch Patentrechtsstreitigkeiten und persönliche Rivalitäten.
Theoretische Grundlagen: Auch die Theorie von Michael E. Porter zu Wirtschaftsclustern wird behandelt, wobei die Dissertation hinterfragt, inwieweit die Unternehmen des Kokereibaus, trotz der häufigen Zusammenarbeit und Kartellbildung in Deutschland, tatsächlich kooperativ agierten oder vielmehr in scharfer Konkurrenz zueinander standen.
Diese Dissertation bietet eine detaillierte Analyse der Kokereibau-Industrie und beleuchtet eine bislang wenig erforschte Branche. Sie richtet sich an Historiker, Wirtschaftswissenschaftler und alle, die sich mit der industriellen Entwicklung und den Dynamiken von Unternehmensnetzwerken befassen. Die Untersuchung trägt dazu bei, ein umfassenderes Verständnis der wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen in einem entscheidenden Segment der deutschen Industriegeschichte zu gewinnen.