Eine literarische Reise, die zwischen den Welten wandelt. In Steinkopfs behutsamer Prosa treffen deutsch-polnische Vergangenheit und urbanes Gegenwartsgefühl mit präziser Eleganz aufeinander.
Der erschöpfte Schriftsteller, eingenommen zunächst durch den Augustregen Krakaus, findet schließlich in Warschau im Café Amatorska jenen wahrheitsstiftenden Ort, nach dem er sich so lange gesehnt hat. Zwischen den Tischen der "Gräfin", der "Roten" und der "Stillen" entfaltet sich ein faszinierendes Panorama kultureller Verflechtungen und persönlicher Erinnerungen. Seine Begegnungen – von der völkerfreundschaftlichen Vollsuffnacht in Krakau bis zur überraschenden Offenbarung über Foucaults Warschauer Vergangenheit – werden zu einem Spiegel deutsch-polnischer Geschichte.
Als der Protagonist in Konwickis ehemaliger Wohnung in Warschau die Lebenssättigung und Fülle einer fremdvertrauten Literatur entdeckt, begreift er: Sein eigentliches Zuhause liegt jenseits nationaler Grenzen – in einer Freiheit des Denkens und Fühlens, die er in Polen wiederfindet.
Ein präziser, tiefgründiger Blick auf die Eleganz & Wahrheit einer Völkerfreundschaft, die weit mehr als nur diplomatische Floskeln birgt.