Seit dem die Homeofficezeit des Jahres 2020 und 2021 hinter uns liegt, sind doch manche Veränderungen weiterhin beständig. Das vom Autor im Jahr 2020 begonnene Journal ist mit dem Jahr 2024 in sein fünftes Jahr gegangen. Während der Erarbeitung der Texte 2023-2025 war er immer getrieben von der Angst, sich eines Tages zu wiederholen. Was sich jedoch herauskristallisierte, ist die Tatsache, dass noch genug Leben übrig ist, in diesem siebten Lebensjahrzehnt, das sich lohnt aufgezeichnet zu werden.
Weiterhin hat er versucht sich von der Tagespolitik fern zu halten, die sich in den letzten Jahrzehnten als literarisches Thema abgenutzt hat. Das Erzählen ist aber nach langen Jahren wieder zu ihm zurückgekehrt. In kleinen Miniaturen blitzen sie zwischen essayistischen Texten und lyrischer Prosa auf. Dennoch bleit die kurze Notiz zu den Erscheinungen der Welt für ihn die künstlerisch angemessenste Kunstform.
In den zu publizierenden Aufzeichnungen, die nur Datum und Uhrzeit tragen, wird notiert, gesichtet und dokumentiert, was sich In der Zeit die kommen wird zeigt und als Echo auf den Autor zurückgeworfen wird. Die Sprache und ihre Möglichkeiten und Grenzen stehen auch in diesem dritten Journal im Mittelpunkt einiger Beobachtungen. In jedem Fall ist dieses Journal die literarische Verarbeitung jener unscheinbaren Erscheinungen, die den Autor berühren und so notabel werden und als Schrift wieder in Erscheinung treten.